Sonnenallee

Satt werden und ruhig schlafen

Eine warme Mahlzeit und ein bequemes Bett. Das sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Für jeden Menschen auf dieser Erde. Die Realität ist leider weit davon entfernt. Armut, Hunger, Obdach- und Wohnungslosigkeit sind auch hier, in der unmittelbaren Nachbarschaft, ein Problem. Wir haben im Neuköllner Nachtcafé Menschen getroffen, für die ein sicherer Platz zum Schlafen und eine Mahlzeit, die satt macht keine Selbstverständlichkeit sondern eine Besonderheit sind.

Grenzen vergehen, Grenzen entstehen

Wir besuchen den Neuköllner Filmemacher Bernhard Sallmann in seiner Wohnung in Rixdorf. Vor 12 Jahren hat er den Dokumentarfilm ›Berlin Neukölln‹ gedreht. Wir denken, es ist Zeit für einen Realitätsabgleich: Neukölln vor dem Hype und mittendrin.

Neuköllner Schlösser

Herr Hoffmann ist ein echter Neuköllner Junge. Die meiste Zeit seines beruflichen Lebens hat er mit Schlüsseln, Schlössern und Türmechaniken verbracht. Seit 15 Jahren betreibt der gelernte Aufzugsmonteur einen Schlüsseldienst in der Sonnenallee, wo er bereits über 30000 Schlüssel nachgemacht hat. Außerdem hat er in seinem Leben schon für unzählige ausgespeerte, verzweifelte Neuköllner Türen geöffnet. Für uns hat er den (wahrscheinlich) 30001sten Schlüssel kopiert und erklärt, was es mit den Schlüsseln und Schlössern in Neukölln auf sich hat, deren Entwicklung sich übrigens auch im Wandel des Kiezes ablesen lässt.